Partnerschaftsprojekt für Schulbildung und gegen Kinderarbeit in Indien

Übergabe der Patengelder hat begonnen - trotz Pandemie

Unter erhöhten Sicherheitsbedingungen hat die ÜbCorona Testergabe der Patengelder an die Kinder und Familien begonnen. Soldaten messen dabei die Körpertemperatur der Kind um Infektionen vorzubeugen.

 

Das von den Pateneltern einbezahlte Geld wird überreicht.  Wie immer ist auch Pfarrer Jeremias vor Ort und überwacht die Ausgabe der Patengelder.

Uebergabe mit Jeremias

Erwartungsfroh und geduldig stehen die Patenkinder in der Warteschlange und freuen sich auf die Übergabe des Patengeldes.Anstehen frs Patengeld

Als Besonderheit gibt es einen Weihnachtskuchen für jedes Patenkind obendrauf. Einen großen für die Familie und ein kleines Stück als WegzehrungWeihnachtskuchen als Zugabe

 


                                                                                                                                                                                                                                                                      

Corona-Pandemie verstärkt Hunger und Armut

Liebe Pateneltern, verehrte Unterstützer*innen unseres Indienprojekts

Anstelle des in den vergangenen Jahren üblichen Weihnachtsbriefes von Pfarrer Jeremias erhalten Sie heuer diesen Bittbrief um weitere Spenden.

  • Zur momentanen Situation in der Corona-Pandemie

Auch in der von uns unterstützten Region im Distrikt Kaniya Kumari an der Südspitze Indiens ist die Not groß. In der Diözese Kottar sind 15.577 Menschen mit Covid 19 infiziert, 252 sind gestorben. Gott sei Dank ist noch keines unserer Patenkinder betroffen.

Schon vor Corona war die wirtschaftliche Situation der armen Familien schwierig, jetzt ist sie noch dramatischer. Ihre eh schon geringe Verdienstmöglichkeit als Tagelöhner ist seit Beginn der Pandemie weggebrochen. Hunger regiert den Alltag.Patenkind bei Reisübergabe

Der indische Staat versucht, armen Familien zu helfen, aber unterm Strich ist die Hilfe unzureichend. Bisher haben die Familien 2 x 1.000 Rupien erhalten, das sind zusammen ca. 30 €. Zusätzlich erhalten sie 20 kg Reis pro Monat, aber von Reis allein können die Menschen nicht leben.

Die Schulen sind seit Beginn der Pandemie bis heute geschlossen. Bis zum Ende des Jahres ist mit einer Öffnung nicht zu rechnen.

Pfarrer Jeremias schreibt uns dazu: „Die Kinder kommen und sagen, sie möchten in die Schule. Aber nicht, weil sie unbedingt lernen wollen, sondern weil sie das Mittagessen vermissen, das es an der Schule gab und sie jetzt hungern müssen.“

Die Schüler und Auszubildenden im letzten Schul- bzw. Ausbildungsjahr, auch die von uns betreuten Krankenschwestern-Schülerinnen, konnten ihre Abschlussprüfungen machen und somit ihre Berufsausbildung beenden. Darüber sind wir sehr froh

 

  • Auszahlung des Patenschaftsgeldes

Pfarrer Jeremias hat in den ersten beiden Oktoberwochen an ca. 3.400 Patenkinder das ½ jährliche Patenschaftsgeld und auch eine Corona-Sonderhilfe in Höhe von ca. 30 € pro Kind ausgezahlt.

Um die Hygiene-Vorschriften einzuhalten, wurden pro Tag nur ca. 300 Kinder eingeladen. Die örtliche Polizei hat dankenswerter Weise den reibungslosen Ablauf unterstützt und gleichzeitig die Einhaltung der Vorschriften überwacht. Es war ein organisatorischer Kraftakt, aber es hat alles gut funktioniert. Alle Patenkinder haben das dringend benötigte Patenschaftsgeld erhalten.

Die Sonderzahlung an unsere Patenkinder war möglich, weil wir bei unserer Spendenaktion im April mit Ihrer Hilfe ca. 13.000 € bekommen haben, die jetzt zur Auszahlung gekommen sind. Kinder bei Geldbergabe                                     

Hierfür ein Herzliches “Vergelt´s Gott“, auch im Namen von Pfarrer Jeremias.

Nun steht an Weihnachten die Auszahlung der zweiten Hälfte des Patenschaftsgeldes an. Damit wir den Patenkindern und ihren Familien zusätzlich eine kleine Freude machen können in dieser schweren Zeit und ihre große Not lindern können, bitten wir Sie heuer um eine Sonderspende

 Kinder warten  auf Patenschaftsgeld

Bitte überweisen Sie Ihre Spende auf folgendes Konto:

Zukunft für Kottar e.V.
Raiffeisenbank Oberpfalz Süd
IBAN: DE06 7506 2026 0201 8117 89 Reisübergabe

Sie bekommen natürlich auch für diese Spende eine Spendenquittung.
Ihre Spende wird zu 100 % weitergeleitet an Pfarrer Jeremias in Indien.

Ich bedanke mich im Namen der Vorstandschaft von Zukunft für Kottar e.V. und auch im Namen von Pfarrer Jeremias für Ihre Unterstützung und wünsche Ihnen einen besinnlichen Advent und trotz allem ein frohes Weihnachtsfest.

Konrad Gstettner
1. Vorsitzender

Corona-Pandemie - Hunger ist das größte Problem

Obwohl auch im Diözese Kottar die Infektionszahlen steigen, ist der Hunger ein noch größeres Problem. Die meisten Eltern unserer Patenkinder sind Tagelöhner.

Durch die Pandemie haben sie von einem Tag auf den anderen ihren Verdienst verloren und staatliche Hilfen gibt es kaum bis gar nicht.

So brauchen unsere Patenfamilien vor allem Unterstützung um den notwendigen Lebensunterhalt zu sichern.

Ein erster Spendenaufruf unsererseit hat bisher 12.000 € erbracht, die wir sofort weitergeleitet haben. Aber die Pandemie dauert an.

Wenn Sie spenden möchten, dann bitte mit dem Stichwort "Coronahilfe" an das bekannte Konto:

 

Zukunft für Kottar e.V.

Rauffeisenbank Oberpfalz Süd

IBAN: DE06 750620260201811789

 

Herzlichen Dank für Ihre Bereitschaft zur Hilfe.

 

Zwei Bilder von der Übergabe von Reis an die Hungernden (mit unseren Spendengeld gekauft):

Eine Frau erhält ihr Reispaket - Warteschlange vor der Reisausgabe

Vermittlung von Patenschaften gibt es seit 20 Jahren

Seit nunmehr 20 Jahren werden durch "Zukunft für Kottar e.V." Kinderpatenschaften vermittelt, die es den betroffenen Kindern ermöglichen, eine Schule zu besuchen.

Dies konnte der 1. Vorsitzende Konrad Gstettner nicht ohne Stolz beim diesjährigen Informationsabend am 4. August 2018 verkünden.

Diese Vermittlung von Patenscahften ist nach wie vor der Hauptzweck des Vereins.

100 Patenscahften hatte man sich vor 20 Jahren vorgenommen. 1322 sind es in der Zwischenzeit geworden. Eine außerordentliche Erfolgsgeschichte. "Mit zwei weiteren Vereinen zusammen gibt es derzeit ca. 3000 Patenschschaften im Distrikt Kanniya Kumari" berichtet Kassier Hans Kuber am Infoabend. Insgesamt flossen in den 20 Jahren bisher fast 4 Millionen Euro nach Indien. Seinen Kassenbericht schloss er mit den Worten: "Da wir das alle ehrenamtlich leisten, machen die Verwaltungskosten nur 0,8 % aus."

Beim Infoabend berichtete Pfarrer Jeremias anhand von einigen Beispielen vom erfolgreichen Werdegang einzelner Patenkinder nach Abschluss ihrer Schulbildung. Er erzählte von einem jungen Ingieneur, der nun in Muscat gutes Geld verdient und von diesem Geld nun selbst vier Patenkinder unterstützt. Sehr gute Berufsmöglichkeiten haben Patenkinder, wenn sie eine Krankenpflegeausbildung absolvieren. Ein solches ehemaliges Patenkind stellte er am Abend vor. Ein weiters ehemaliges Paetnkind wurde heuer vom Bischof von Nagercoil zum Prister geweiht.

So konnte Pfarrer Jeremias anhand dieser Beispiele aufzeigen, dass die Patenschaften die Lebenschancen der geförderten Kinder beträchtlich erhöhen.

Ein gefördertes Patenkind         Gefördertes Patenkind
 
links der neue Pfarrer, rechts die Kranken-
schwester

Die Vorstandschaft des Vereins

Bei der Mitgliederversammlung am 14. September standen auch Neuwahlen auf der Tagesordnung. Da sich die allte Vorstandschaft komplett der Wiederwahl stellte, ging die Wahl recht schnell über die Bühne.

Die Vorstandschaft von links nach rechts:

Alois Eichinger (2. Stellvertreter); Verena Bäuml (Beirätin); Franz Eisenschink (1. Stellvertreter); Ida Lankes (Schriftführerin); Konrad Gstettner (Vorsitzender) Anni Handwerker (Beirätin); Hans Kuber (Kassier) und Pfarrer Jeremias

Die gewählte Vorstandschaft